Was ist eine Kernschmelze?
Die Barrieren gegen einen Austritt von Spaltprodukten von ihnen nach aussen, sind:
1.) die Kristallstruktur des UO2 Brennstoffs selbst. Das UO2 ist in der Form einer Tablette
2.) das Brennelementhüllrohr (gasdicht umschlossen)
3.) der Reaktordruckbehälter
4.) das Kontainment
5.) der Betonmantel (biologisches Schild)
6.) das Reaktorgebäude
Alle 6 Barrieren sind unabhängig und wie eine russische Matroschka (Schalenstruktur) angeordnet.
Hypothetische Unfallabläufe:
Eine Schmelze, die sich durch den Stahlbehälter (Reaktordruckbehälter) schmilzt und durch das Kontainment (ebenfalls Stahl) sowie durch den dicken Betonboden (vorallem nach tagelange Abkühlung der Brennelemente) ist äusserst unwahrscheinlich (praktisch für Fukushima nicht mehr möglich).
Die Gefahr dass sich Brennelemente wegen der Erhitzung verformen und die Kritikalität im Kern ändert ist gering da immernoch die Steuerstäbe – also Neutronenabsorber dazwischen angeordnet sind.
Die Gefahr einer teilweisen Schmelze, die sich am Boden des Reaktordruckbehälters sammelt und in dieser Geometrie wieder kritisch wird (also wieder Kernspaltungen einsetzen) kann durch den Zusatz von Bor oder Gadolinium (Neutronengifte) verhindert werden.
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